
Management Summary
Apples neues polarisierendes Softwaredesign Liquid Glass im Fokus
Einschätzung von amce studios zur Designwirkung und Anwendung
So lässt sich der Liquid-Glass-Effekt in Webflow umsetzen
Mit„Liquid Glass“ präsentiert Apple ein neues UI-Design, das Design-Communitysspaltet. Für die einen ist es ein nostalgischer Rückgriff mit futuristischer Klarheit – für andere ein visuell überladener Stil, der die Nutzerfreundlichkeit einschränkt. Doch was genau steckt hinter dem neuen Look?
Im Rahmen der WWDC Anfang Juni stellte Apple ein neues plattformübergreifendes Interface-Konzept vor: „Liquid Glass“ – ein halbtransparentes, lichtbrechendes Design, das seine Umgebung spiegelt und Tiefe erzeugt. Eingesetzt wird das Material in schwebenden Leisten, interaktiven App-Elementen und individualisierbaren Oberflächen.
Apple beschreibt es als „reflektierendes, durchscheinendes Material mit realistischen Unschärfen und Glaseffekten“. Die Optik erinnert an frühere Designs wie das Aero-Interface von Windows (2007) oder Apples eigenes Aqua-Interface (2000).
Der neue Liquid-Glass-Stil sorgt für gespaltene Reaktionen: Während die einen ihn als gelungenen Rückgriff auf vertraute Designästhetik feiern und seine visuelle Tiefe sowie den auffälligen, fast futuristischen Look schätzen, kritisieren andere genau diese Punkte als problematisch.
Befürworter:innen empfinden das Interface als ausdrucksstark und raffiniert – ein markanter Kontrast zu reduzierten Standarddesigns.
Kritiker:innen hingegen bemängeln, dass die starke Nutzung von Transparenzen und Unschärfen die Lesbarkeit erschwert und insbesondere für Menschen mit Seheinschränkungen eine Barriere darstellen kann. Der Vorwurf hierbei ist, dass visuelle Wirkung über Nutzerfreundlichkeit gestellt wird. Gerade im Kontext digitaler Barrierefreiheit wirft der neue Stil daher wichtige Fragen auf – etwa, wie zugänglich ein Interface wirklich ist, das sich so stark auf visuelleReize verlässt.
Funktion geht vor Ästhetik:
„The Liquid Glass effect has hints of the 2000s Aero Design mixed with the futuristic hopes and ideas of glass mobile devices. It’s an eye-catching and refreshing effect – but it breaks the boundaries of accessibility for some users. For better usability, it’s advisable to apply it selectively, focusing on smaller sections or specific elements rather than entire layouts“, so Yalda Jalivand, Senior Art Director, amce studios.
3 Wege zur Umsetzung:
Als Webflow-Partneragentur haben wir 3 Optionen recherchiert, wie sich der Look technisch realisieren lässt.
1. Design-Vorlage aus der Spline Community
In der Spline Community finden sich 3D-Designs mit Liquid-Glass-Effekt. Mit einem Klick auf „Remix“ lassen sich Projekte kopieren und im eigenen Account individuell bearbeiten – ideal für visuelle Experimente mit Tiefe und Spiegelung.
2. Clonable Project in Webflow von Tim Rick
Unter diesem Link bietet Designer Tim Rick ein fertiges Clonable Project mit integriertem Liquid-Glass-Look an. Nach dem Kopieren kann es flexibel an eigene Markenwelten angepasst werden.
3. Eigenentwicklung mit nativen Webflow-Funktionen
Wer den Effekt individuell bauen will, nutzt:
FAZIT
amce studios empfiehlt, den Effekt nur in einzelnen UI-Bereichen und sekundären Elementen zu verwenden, die keine große Interaktion erfordern. Es kann eine interessante, moderne Designentscheidung sein, sollte aber die Benutzerfreundlichkeit nicht gefährden.
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Liquid Glass beschreibt ein halbtransparentes, lichtbrechendes Design, das seine Umgebung spiegelt und Tiefe erzeugt. Es wird hauptsächlich bei interaktiven App-Elementen und anpassbaren Oberflächen genutzt.
Ein Vorteil von Liquid Glass ist die ausdrucksstarke, moderne Optik: Transparenzen, Spiegelungen und Tiefeneffekte können Interfaces visuell aufwerten und für einen futuristischen Look sorgen. Gleichzeitig kann der starke Einsatz dieser Effekte die Lesbarkeit beeinträchtigen und insbesondere für Menschen mit Seheinschränkungen eine Barriere darstellen. Für eine gute Nutzerfreundlichkeit empfiehlt es sich daher, Liquid Glass gezielt und nur bei ausgewählten Elementen einzusetzen.
Für die Umsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bestehende Liquid-Glass-Designs aus der Spline Community können per Remix angepasst werden. Alternativ lässt sich ein fertiges Clonable Project in Webflow verwenden. Wer den Look individuell entwickeln möchte, kann ihn auch mit nativen Webflow-Funktionen wie Layer-Kompositionen, Blur- und Transparenz-Effekten sowie optionalen SVG-Displacement-Filtern realisieren. Wichtig ist dabei, den Effekt gezielt und sparsam einzusetzen, damit die Funktionalität und Barrierefreiheit erhalten bleiben.
Die amce studios GmbH ist eine inhabergeführte Digitalagentur mit Sitz in Darmstadt. Seit ihrer Gründung zählen Weltmarktführer und mittelständische Unternehmen, aufstrebende Start-ups und Scale-ups zu ihren Kund:innen. Dabei reicht das Branchenspektrum von Technologie, Energie und Umwelt über Hotellerie und Gastronomie, Finance und Private Equity bis hin zu Lifestyle und FMCG. Als Full-Service-Agentur unterstützt amce studios Kund:innen regional, bundesweit und weltweit in den Bereichen Strategie, Branding, Webdesign und Social Media. Die amce studios GmbH ist Teil der amce studios group.
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von amce studios.