KI-Suche verändert Hotelbuchungen: Wie Häuser jetzt sichtbar bleiben.

KI-Suche verändert Hotelbuchungen: Wie Häuser jetzt sichtbar bleiben.

Management Summary

  • Veränderung im Online-Suchverhalten der Nutzer:innen favorisiert KI-Systeme

  • Webseiten müssen für KIs optimiert werden, um auffindbar zu bleiben

  • Kommunikation muss nicht nur Mensch- sondern auch Maschinen-Lesbar sein

Sichtbarkeit in Zeiten der KI-Suche benötigt andere Voraussetzungen als klassische Web-Suche. Vermehrt fallen Aspekte des persönlichen Lebens wie die Buchung eines Hotels für den nächsten Urlaub in den Aufgabenbereich von KI-Systemen. Hotels müssen ihren digitalen Auftritt darauf vorbereiten, um weiterhin Relevanz zu gewährleisten.

 

Die Hotelsuche verändert sich grundlegend. Wo Reisende früher auf Booking.com, Google oder Expedia nach passenden Unterkünften suchten und sich durch zahlreiche Ergebnisse arbeiteten, reicht heute zunehmend eine einzige Anfrage an eine KI wie etwa: „Finde ein passendes Hotel, für ein Paar mit einem Budget von 200 Euro pro Nacht, welches fußläufig zu einer Sehenswürdigkeit liegt.“

 

Die KI liefert eine kuratierte Auswahl oft schon inklusive konkreter Buchungsoptionen. Der Weg von Inspiration über Recherche bis zur Buchung wird dadurch deutlich kürzer. Für Hotels entsteht damit ein neues Spielfeld: Die Position in der Suchmaschine ist nicht mehr unbedingt entscheidend, sondern die Frage, ob ein Hotel von KI-Systemen verstanden, empfohlen und als relevante Option ausgewählt wird.

 

Von SEO zu AEO: KI liefert Antworten statt Suchergebnissen:

KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Googles AI Overviews arbeiten anders als klassische Suchmaschinen. Sie analysieren Informationen aus unterschiedlichen Quellen, führen sie zusammen und beantworten konkrete, kontextreiche Fragen. Dabei greifen sie unter anderem auf Hotelwebsites, Bewertungsplattformen, Buchungsportale, lokale Verzeichnisse und Social Media zurück.

 

Damit verändert sich auch die Optimierungslogik. Answer Engine Optimization (AEO) richtet sich nicht primär auf einzelne Keywords oder vollständige Webseiten, sondern auf konkrete, einzelne Inhalte, die eine KI als Antwort auf eine Nutzerfrage aufgreifen kann. Hotelinformationen müssen deshalb klar, präzise, aktuell und in unterschiedlichen Kontexten verständlich sein.

 

Für Betreiber:innen bedeutet das: Eine schöne Website allein reicht nicht mehr. Entscheidend ist, ob eine KI beispielsweise zuverlässig erkennen kann, wo das Hotel liegt, für wen es geeignet ist, welche Ausstattung vorhanden ist, wie weit es zu relevanten Sehenswürdigkeiten ist und welche Buchungsbedingungen gelten.

 

Sichtbarkeit entsteht über viele digitale Touchpoints:

Ein Blick auf Google Gemini zeigt, wie diese Entwicklung bereits konkret funktionieren kann. Bei Hotels greift Gemini auf den Google Travel Graph zurück, also auf dieselbe Datenbasis, die auch Google Hotels verwendet. Die KI kann ein Hotel empfehlen und anschließend zu Google Hotels weiterleiten, wo unter anderem Direktpreise, Metasuchpartner und OTAs wie Booking.com oder Expedia zur Verfügung stehen. Hotels, die über GoogleHotel Ads vertreten sind, können dabei direkt in Gemini-Ergebnissen erscheinen.

 

Gleichzeitig bleiben Buchungsplattformen wichtige Touchpoints. Sie sollten jedoch zunehmend als Schaufenster und Reichweitenkanal verstanden werden – während die eigene Website die direkte Beziehung zu den Gästen und damit auch die Direktbuchung stärkt. Eine mögliche Strategie dahingehend kann darin bestehen, die Sichtbarkeit über OTAs zu nutzen, gleichzeitig aber konkrete Vorteile für die Buchung auf der eigenen Website anzubieten.

 

KI-Systeme bewerten nicht nur die Hotelwebsite. Sie gleichen Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander ab. Widersprüchliche Angaben auf der eigenen Website, Google, Booking.com oder Bewertungsportalen können deshalb zum Problem werden. Eine konsistente und aktuelle digitale Präsenz ist ein entscheidendes Fundament.

 

Was können Hotels jetzt konkret tun?

 

Informationen für Maschinen lesbar machen:

Die wichtigsten Hoteldaten sollten strukturiertund eindeutig vorliegen. Dazu gehören Adresse und Kontaktdaten ebenso wie Zimmerkategorien, Ausstattung, Services, Preisbereiche, Verfügbarkeiten und Buchungsbedingungen. Schema.org-Markup hilft dabei, diese Informationen für Maschinen eindeutig interpretierbar zu machen.

 

Besonders wichtig: Informationen sollten nicht ausschließlich in Bildern, Videos oder komplexen Webanwendungen stecken. Was für Gäste visuell funktioniert, ist für KI nicht automatisch auslesbar. Ein Restaurant sollte daher beispielsweise nicht nur fotografiert, sondern auch mit Öffnungszeiten, Angebot und Besonderheiten textlich beschrieben werden.

 

Inhalte für echte Fragen entwickeln:

Statt ausschließlich auf klassische SEO-Begriffe zu setzen, sollten Hotels Inhalte für konkrete Gästefragen schaffen. Eine umfassende FAQ kann beispielsweise beantworten, welche Aktivitäten bei schlechtem Wetter in der Umgebung möglich sind, ob kindergerechte Bereiche angeboten werden oder wie weit der nächste Supermarkt entfernt ist.

 

Dabei gilt: klar statt werblich. „Unser Spaverfügt über eine 15-Meter-Schwimmhalle, eine finnische Sauna und drei Behandlungsräume“ liefert einer KI deutlich mehr verwertbare Informationen als allgemeine Formulierungen wie „exquisite Wellness-Facilities“.

 

Einen Single Point of Truth schaffen:

Hotelinformationen sollten zentral gepflegt und regelmäßig mit allen relevanten Plattformen abgeglichen werden. Dazu zählen Google, Booking.com, TripAdvisor und die eigene Website. Auch Bewertungen gewinnen an Bedeutung. KI-Systeme berücksichtigen neben Fakten zunehmend Reputation, Gästefeedback und Erfahrungen. Bewertungsmanagement ist deshalb nicht nur eine Frage des Images, sondern Teil der digitalen Sichtbarkeit.

 

Die eigene KI-Sichtbarkeit regelmäßig testen:

Hierbei ist ein sinnvoller erster Schritt, typische Gästefragen in verschiedenen KI-Systemen zu testen: Wird das eigene Hotel genannt? In welchem Kontext? Welche Informationen werden dargestellt? Welche Wettbewerber werden empfohlen? Und auf welche Quellen greift die KI zurück?

Ein Hotel kann bei einer Anfrage prominent erscheinen und bei einer ähnlichen Frage nicht berücksichtigt werden. Deshalb braucht AEO kontinuierliches Monitoring statt einmaliger Optimierung.

 

Das Alte fällt nicht weg aber Rollen ändern sich:

Die Entwicklung bedeutet nicht, dass klassische SEO-Maßnahmen oder die eigene Website überflüssig werden. Im Gegenteil: Sie bilden weiterhin eine wichtige Grundlage. Allerdings verändert sich ihre Funktion. Die Website muss nicht nur für Menschen attraktiv sein, sondern Informationen so bereitstellen, dass auch KI-Systeme sie zuverlässig verstehen und einordnen können.

 

Es entsteht somit eine neue digitale Aufgabe: Wer heute seine Daten strukturiert, Inhalte konsequent an echten Gästefragen ausrichtet, Plattformen konsistent pflegt und die eigene Sichtbarkeit in KI-Systemen regelmäßig überprüft, schafft die Grundlage für die nächste Generation der Hotelsuche.

FAZIT

Einschätzung von amce studios.

Die Zukunft der Hotelsuche wird zunehmend von KI geprägt. Deshalb müssen Hotels ihre digitale Präsenz anpassen und neben klassischer SEO stärker auf strukturierte Informationen, konsistente Inhalte und AEO setzen. Wer seine Daten aktuell hält, echte Gästefragen beantwortet und die eigene Sichtbarkeit in KI-Systemen regelmäßig überprüft, schafft eine wichtige Grundlage, um auch in der neuen Form der Hotelsuche sichtbar und relevant zu bleiben.

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Häufig gestellte Fragen

Wie verändert KI die Suche und Buchung von Hotels?

KI Systeme verkürzen den Weg von der Inspiration über die Recherche bis zur Buchung. Statt zahlreiche Suchergebnisse zu vergleichen, können Reisende konkrete Anforderungen nennen und erhalten darauf basierend eine kuratierte Auswahl passender Hotels.

Welche Informationen benötigen KI Systeme, um Hotels richtig einzuordnen?

Hotelinformationen müssen klar, präzise und aktuell verfügbar sein. Dazu gehören beispielsweise Lage, Ausstattung, Zimmerkategorien, Services und Buchungsbedingungen. Wichtig ist außerdem, dass diese Informationen über verschiedene digitale Plattformen hinweg konsistent sind.

Wie können Hotels ihre Sichtbarkeit in KI Suchsystemen verbessern?

Hotels können ihre Inhalte stärker auf konkrete Gästefragen ausrichten, wichtige Informationen strukturiert bereitstellen und ihre Angaben Plattformübergreifend aktuell halten. Zusätzlich sollte regelmäßig überprüft werden, wie das Hotel in verschiedenen KI Systemen dargestellt und empfohlen wird.

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Die amce studios GmbH ist eine inhabergeführte Digitalagentur mit Sitz in Darmstadt. Seit ihrer Gründung zählen Weltmarktführer und mittelständische Unternehmen, aufstrebende Start-ups und Scale-ups zu ihren Kund:innen. Dabei reicht das Branchenspektrum von Technologie, Energie und Umwelt über Hotellerie und Gastronomie, Finance und Private Equity bis hin zu Lifestyle und FMCG. Als Full-Service-Agentur unterstützt amce studios Kund:innen regional, bundesweit und weltweit in den Bereichen Strategie, Branding, Webdesign und Social Media. Die amce studios GmbH ist Teil der amce studios group.

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