Social Media im B2B: Zwischen Sichtbarkeit und Vertrauen.

Social Media im B2B: Zwischen Sichtbarkeit und Vertrauen.

Management Summary

  • Social Media kann im B2B dabei helfen, Expertise sichtbar zu machen und Vertrauen bereits vor dem ersten persönlichen Kontakt aufzubauen

  • Entscheidend sind relevante Inhalte, die konkrete Fragen und Herausforderungen der Zielgruppe aufgreifen

  • Neben Unternehmensprofilen gewinnen auch persönliche Profile von Geschäftsführung und Expert:innen an Bedeutung

Social Media wird häufig noch immer mit B2C-Marken, großen Reichweiten und schnellen Kaufentscheidungen verbunden. Doch auch im B2B-Umfeld haben sich Plattformen wie LinkedIn zu wichtigen Kommunikationskanälen entwickelt. Gerade bei komplexen Produkten und Dienstleistungen können sie dazu beitragen, Unternehmen sichtbarer zu machen, Fachwissen zu vermitteln und potenzielle Kund:innen frühzeitig zu erreichen.

Welche RolleSocial Media im B2B spielt:

Kaufentscheidungen im B2B entstehen meist nichtspontan. Potenzielle Kund:innen informieren sich intensiv, vergleichen unterschiedliche Anbieter und beschäftigen sich bereits vor dem ersten direkten Kontakt mit einem Unternehmen.

Neben der Website, Suchmaschinen, Fachmedien oder persönlichen Empfehlungen spielt dabei auch Social Media eine wichtige Rolle. Unternehmensprofile, Fachbeiträge oder persönliche Posts vermitteln einen zusätzlichen Eindruck davon, welche Themen ein Unternehmen beschäftigt und welche Expertise vorhanden ist.

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Menschenzu erreichen. Gerade im B2B können kleinere, dafür aber relevante Zielgruppen entscheidend sein. Ein Beitrag, der die richtigen Entscheider:innen erreicht, kann deshalb wertvoller sein als hohe Reichweite ohne Bezug zur eigenen Zielgruppe.

Relevante Inhalte statt reiner Unternehmenskommunikation:

Ein häufiger Fehler im B2B-Social-Media-Marketing ist die Konzentration auf reine Unternehmens news. Neue Mitarbeitende,Veranstaltungen oder abgeschlossene Projekte gehören zu einem authentischen Auftritt, reichen als langfristige Content-Strategie jedoch nicht aus.

Besonders relevant sind Inhalte, die vorhandene Expertise nach außen tragen. Viele B2B-Unternehmen verfügen über umfangreiches Fachwissen, das bislang vor allem in Kundengesprächen, Präsentationen oder innerhalb des Unternehmens eingesetzt wird.

Social Media bietet die Möglichkeit, dieses Wissenverständlich aufzubereiten und kontinuierlich sichtbar zu machen.

Typische Inhalte können beispielsweise sein:

  • Fachliche Einschätzungen und Branchenwissen
  • Einblicke in Projekte und Prozesse
  • Cases und konkrete Ergebnisse
  • Antworten auf häufige Fragen von Kund:innen
  • Erfahrungen und Perspektiven von Expert:innen
  • Einblicke in Unternehmen, Team und Arbeitsweise

Entscheidend ist dabei immer die Relevanz für die eigene Zielgruppe. Gute Inhalte zeigen nicht nur, was ein Unternehmen macht, sondern verdeutlichen, welche Herausforderungen es versteht und welchen Mehrwert es bieten kann.

Unternehmen und Personen gemeinsam sichtbar machen:

Gerade auf LinkedIn findet Kommunikation nicht ausschließlich über Unternehmensprofile statt. Auch persönliche Profile von Geschäftsführung, Vertrieb oder Fachexpert:innen können einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung einer Marke leisten.

Persönliche Kommunikation ermöglicht es, fachlicheThemen mit konkreten Personen zu verbinden. Das schafft Nähe und Vertrauen und hilft gleichzeitig dabei, Expertise glaubwürdig zu vermitteln.

Dabei muss nicht jede Führungskraft oder jeder Mitarbeitende zum Corporate Influencer werden. Vielmehr sollte geprüft werden, welche Personen relevante Perspektiven vertreten können und bereit sind, diese regelmäßig nach außen zu tragen.

Unternehmensprofil und persönliche Profile erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben: Während die Company Page für eine konsistente Markenkommunikation sorgt, können Personen zusätzliche Perspektiven, Erfahrungen und Meinungen einbringen.

Erfolgsfaktorenfür Social Media im B2B:

Eine erfolgreiche Social-Media-Strategie sollte nicht losgelöst vom restlichen Marketing betrachtet werden. Website, Fachcontent, persönliche Kommunikation, Performance Marketing und Social Media zahlen idealerweise auf dieselben Themen und Ziele ein.

Ein Fachartikel auf der Website kann beispielsweise in mehrere Social-Media-Beiträge übersetzt werden. Ein erfolgreiches Projekt kann als Case, LinkedIn-Post und Sales-Unterlage dienen. Fachliche Fragen aus Kundengesprächen können wiederum Ausgangspunkt für neue Inhalte sein.

Wichtig sind dabei vor allem:

  • Klare Zielsetzung: Definieren, ob Sichtbarkeit, Expertise, Leads, Recruiting oder Markenaufbau im Fokus stehen
  • Zielgruppenverständnis: Inhalte an den tatsächlichen Fragen und Herausforderungen der Zielgruppe ausrichten
  • Fachlicher Mehrwert: Expertise sichtbar machen, statt ausschließlich über das eigene Unternehmen zu sprechen
  • Kontinuität: Regelmäßig kommunizieren und relevante Themen langfristig besetzen
  • Verzahnung der Kanäle: Social Media mit Website, Content und Vertrieb verbinden

So wird Social Media nicht zum isolierten Kommunikationskanal, sondern zu einem Bestandteil des gesamten B2B-Marketings.

FAZIT

Einschätzung von amce studios.

Social Media im B2B muss weder besonders laut noch möglichst reichweitenstark sein. Entscheidend ist, die richtigen Themen für die richtigen Zielgruppen verständlich und kontinuierlich sichtbar zu machen. Amelie Diehl, Geschäftsführerin der amce studios GmbH, sagt: „Gerade bei komplexen B2B-Produkten entsteht Vertrauen nicht durch einen einzelnen Kontaktpunkt. Potenzielle Kund:innen begegnen Unternehmen auf unterschiedlichen Kanälen und machen sich bereits vor dem ersten Gespräch ein Bild. Social Media kann dabei helfen, Fachkompetenz regelmäßig sichtbar zu machen und dem Unternehmen gleichzeitig ein Gesicht zu geben. Entscheidend ist, dass die Inhalte relevant sind und gemeinsam mit Website, Marke und Vertrieb ein konsistentes Gesamtbild ergeben.“

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Häufig gestellte Fragen

Ist Social Media relevant für B2B?

Im B2B-Umfeld können gerade bei komplexen Produkten und Dienstleistungen Soziale Medien dazu beitragen, Unternehmen sichtbarer zu machen, Fachwissen zu vermitteln und potenzielle Kund:innen frühzeitig zu erreichen.

Welche Inhalte eignen sich für den B2B Kontext?

Besonders relevant sind Inhalte, die vorhandene Expertise nach außen tragen. Viele B2B-Unternehmen verfügen über umfangreiches Fachwissen, das bislang vor allem in Kundengesprächen, Präsentationen oder innerhalb des Unternehmens eingesetzt wird.

Sollte ich das Unternehmen oder einzelne Personen in den Vordergrund stellen?

Kommunikation in den Sozialen Medien findet nicht ausschließlich über Unternehmensprofile statt. Auch persönliche Profile von Geschäftsführung, Vertrieb oder Fachexpert:innen können einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung einer Marke leisten.

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Die amce studios GmbH ist eine inhabergeführte Digitalagentur mit Sitz in Darmstadt. Seit ihrer Gründung zählen Weltmarktführer und mittelständische Unternehmen, aufstrebende Start-ups und Scale-ups zu ihren Kund:innen. Dabei reicht das Branchenspektrum von Technologie, Energie und Umwelt über Hotellerie und Gastronomie, Finance und Private Equity bis hin zu Lifestyle und FMCG. Als Full-Service-Agentur unterstützt amce studios Kund:innen regional, bundesweit und weltweit in den Bereichen Strategie, Branding, Webdesign und Social Media. Die amce studios GmbH ist Teil der amce studios group.

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